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Ergebnisse Monitoring 2

frau vor glasgrafikIn der Zeit von Oktober 2009 bis Dezember 2009 wurde im Rahmen des Projektes WiPer das zweite Monitoring durchgeführt. Die Ergebnisse wurden auf der Konferenz „Effekte strategischer Personalarbeit“ am 20. April 2010 im Rathaus Stendal vorgestellt.
Wieder aufgenommen in den Fragebogen wurden die Bewertung von Herausforderungen, Themen und Zielen der Personalarbeit durch die Befragten. Wurde in der ersten Befragung im Besonderen nach dem Rollen- und Aufgabenverständnis von Personalverantwortlichen gefragt, so lag der Schwerpunkt dieses Monitorings auf der Bewertung vorhandener Fachkompetenzen von Personalverantwortlichen sowie auf der Einschätzung externer Unterstützungsangebote.

Herausforderungen - Themen - Ziele

Aus Sicht der Unternehmen sind mögliche Wettbewerbsvorteile auf der Kostenseite (Personalkosten) ausgeschöpft. Die Reduktion von Personalkosten - insbesondere die der Stammbelegschaft - wird als deutlich weniger wichtiges Ziel eingestuft. Lediglich im Zusammenhang mit der Weltwirtschaftskrise sucht man nach kurzfristigen Möglichkeiten, die Personalkosten zu reduzieren. Da jedoch gleichzeitig an der Belegschaft festgehalten werden soll, ist davon auszugehen, dass hier Potenziale wie die Beendigung von Zeitarbeitsverträgen und Arbeitsverhältnissen mit geringfügiger Beschäftigung im Fokus stehen.

Weitere Wettbewerbsvorteile sind somit in der Hauptsache über Leistungspotenziale zu generieren. Diese sehen die Personalverantwortlichen in einer motivierten, leistungsorientierten und gut qualifizierten Belegschaft und einem kompetenten Führungsteam. Mit diesen Zielvorstellungen und unter den Rahmenbedingungen der demografischen Entwicklung sowie der teilweise nachteiligen regionalen Lage werden nachfolgende Themen zu den Top 5 der strategischen Personalarbeit:

  • Gewinnung passfähiger Auszubildender,
  • Führungskräfteentwicklung,
  • Dauerhafte Bindung von Spitzenkräften,
  • Personalentwicklung von Beschäftigten,
  • Generationsübergreifende Erfahrungsweitergabe.

Wertet man Herausforderung, Themen und Ziele insgesamt aus, so wird im zweiten Monitoring ein Personalstrategieschema bei den befragten Unternehmen deutlich, das die Sicherung der Nachwuchskräfte, Sicherung des Unternehmens-Know-how, Identifizierung von Potenzialträgern, Führungskräfteentwicklung und Arbeitsgebermarketing vorsieht.

Kompetenzeinschätzung – externe Unterstützung

Im zweiten Monitoring wurde vertieft die Einschätzung der eigenen Kompetenz hinsichtlich verschiedener Personalarbeitsbereiche abgefragt und gleichzeitig erfasst, in welchen dieser Bereiche eine externe Unterstützung von den Unternehmen als sinnvoll erachtet wird. Es wird deutlich, dass die Unternehmen, in den Bereichen, in denen sie sich als schwach aufgestellt einschätzen, externe Unterstützung für sinnvoll erachten. Speziell in dem wichtigen Thema „Führungskräfteentwicklung“ sehen die Unternehmen durchaus externen Unterstützungsbedarf, die eigene Kompetenz wird je nach Funktion diesbezüglich sehr unterschiedlich eingeschätzt: Mitglieder der Geschäftsleitung halten sich in diesem Personalarbeitsbereich für kompetenter als Personalleiterinnen bzw. Personalleiter.

Auch im zweiten Monitoring konnte festgestellt werden, dass die Unternehmensgröße auf die Qualität der strategischen Personalarbeit keinen Einfluss hat. Allerdings ist die Inanspruchnahme externer Unterstützung sehr stark von der Unternehmensgröße beeinflusst:

  • Der Anteil der Unternehmen, für die eine externe Unterstützung nicht in Frage kommt, ist in der Gruppe der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) signifikant größer als in der Gruppe der großen Unternehmen (NKMU). Jedes zweite bis dritte KMU lehnt externe Unterstützung ab.
  • Für nicht einmal ein Drittel der KMU ist eine externe Unterstützung interessant.
  • Fast jedes zweite NKMU nimmt bereits externe Unterstützung in Anspruch. Bei den kleinen und mittleren Unternehmen ist es nicht einmal jedes dritte Unternehmen.

Wenn Sie sich für den kompletten Monitoringbericht interessieren, wenden Sie sich per E-Mail (wiper[at]ma-t.de) oder telefonisch (0391 73474-08) an die Projektverantwortlichen der MA&T Organisationsentwicklung GmbH.

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